Monochrome Malerei im Schauwerk Sindelfingen

Besuch in der Kunststiftung Lutz Ackermann

Kunstfahrt

1. Juli 2017 um 9:45 Uhr

„All-inclusive“ - Preis: 40,- Euro
Anmeldung: Bis zum 16.6.2017 unter swstoetzer@gmx.de oder unter 07471 / 15756.

Abfahrt: Mit dem Bus ab Hechingen-Obertorplatz am 1. Juli 2017 um 9:45 Uhr.
Führung: In Sindelfingen von 11:00 bis 12:00 Uhr, Kunststiftung Lutz Ackermann; Picknick und Führung.
Rückfahrt: Nach Hechingen gegen 16:30 Uhr.

Das Schauwerk in Sindelfingen ist 2002 von dem Industriellen Peter Schaufler gegründet worden. Aus der umfangreichen Sammlung Schauflers werden jährlich hochkarätige Ausstellungen zusammengestellt, ähnlich wie es das Museum Würth in Schwäbisch Hall auch praktiziert. Die Malerei des Britten Jason Martin, Jg.1970, stellt eine wichtige Position innerhalb der Sammlung dar. Seine Malgründe bestehen größtenteils aus großen Metalltafeln, auf die Jason mit verschiedenen Werkzeugen pastos die Farbe aufträgt. So entstehen Oberflächenstrukturen und diese lassen die aufgetragene Farbe ganz vielfältig erscheinen. Die Installation „Lichtwirbel“ von Rosalie ist außerdem noch zu sehen, es ist eine fünfzehn Meter hohe Lichtskulptur, die einen dynamischen Kontrast zur strengen Architektur des Gebäudes darstellt. „Split“ greift mit das Thema der Jahresausstellung des Kunstvereins Hechingen vom November 2016 auf, hier werden Arbeiten von Künstlern gezeigt, die das Medium Spiegel, Licht und Reflexion behandeln. Es sind zwei Führungen für je fünfzehn Personen gebucht, diese dauern insgesamt sechzig Minuten.

Ganz anders erfahren wir Kunst auf dem Gelände der Kunststiftung Lutz Ackermann in Gäufelden-Nebringen. Lutz Ackermann, dessen Werke uns auch in Sindelfingen vor einigen Gebäuden begegnen, arbeitet gerne mit Schrottteilen, die er teilweise als Assemblage zu phantastischen Gebilden neu zusammenschweißt. 1972 kaufte er ein Bahnwärterhäuschen und baute nach und nach aus Eisen, Stahl und Glas „Wintergärten“, die verschiedene Funktionen bedienen, Wohnbereich, Atelier, Gewächshaus. Als ich Lutz Ackermann kennenlernte, hatte er gerade einen ausrangierten Triebwagen der Bahn gekauft. Er bockte ihn so auf, so dass er an mit dem ersten Geschoss des Hauses verbunden war und nun das Ackermannsche Badezimmer beherbergt.

Lutz Ackermann schafft Bauten und Kunst und es gelingt ihm, diese in die Natur einzubetten. Andererseits stehen seine Werke als markante Feldzeichen in der Landschaft und teilweise konkurrieren sie mit der imposanten Zwiebelturmspitze der Herrenberger Stiftkirche, so zu sehen wenn man die L 1184 von Bondorf nach Herrenberg fährt. Vergeblich versuchte ich Lutz Ackermann für eine Ausstellung nach Hechingen zu bewegen, nun kommen die Hechinger zu ihm in den Garten und können an Ort und Stelle viele Schaffensphasen des Bildhauers und Graphikers in seiner Begleitung durchwandern.

Zu den unterschiedlichen Kunstgenüssen werden wir uns mit Brot vom Biobäcker Jochen Baier, Brotaufstrichen und Salaten im Garten Ackermann stärken und dann die Heimreise nach Hechingen antreten.

Veranstaltungsort

Obertorplatz
72379 Hechingen
Karte anzeigen